"In dem Buch stecken  Botschaften an die heutige Gesellschaft."

Fotograf: Stephan Pramme Copyright
Fotograf: Stephan Pramme Copyright

Volker Krieg (69) war bis zu seiner Pensionierung als Leiter eines Kriminalkommissariats  tätig. Zuvor wirkte er im ehemaligen Ost-Berlin  bei der Etablierung einer rechtsstaatlichen Polizei mit. Sein Dienstantritt bei der Bereitschaftspolizei erfolgte im Jahr 1968 im französischen Sektor des ehemaligen West-Berlin. Gegenwärtig lebt er mit seiner Familie in Berlin und befasst sich interessiert mit der Aufarbeitung der deutschen Geschichte.

 

"Da stecken Botschaften drin, mit denen die heutige ichzentrierte Gesellschaft zum Nachdenken angeregt werden kann. Es wird deutlich, wie eine betroffene Familie gerade auch in jenen schlechten Zeiten bedingungslos zusammengehalten hat."

 

"Die Kiste mit den Briefen stand jahrelang völlig unbeachtet in einem Schrankfach", erzählt der gebürtige Berliner. Der ehemalige Kriminalhaupt-kommissar hat in aufwendiger Feinarbeit die in Kurrentschrift verfassten Feldpostbriefe und -karten seiner Großeltern entschlüsselt, wesentliche Auszüge ähnlich einem Tagebuch niedergeschrieben und als Buch im Selfpublishing-Verfahren veröffentlicht.

 

"Früher hätte ich ohne Zögern gesagt, dass ich meine Großeltern gekannt habe. In Wirklichkeit habe ich sie erst im Jahr 2014 kennengelernt", erklärt Volker Krieg.

 

Volker Krieg hat sich mehr als zwei Jahre lang der historischen Geschehnisse zwischen 1914 und 1918 angenommen, sorgfältig die Inhalte der Schriftstücke entziffert und geordnet. Die zeitgemäße Ausdrucksweise wurde aus Gründen der Authentizität weitestgehend unverändert übernommen. 

 

                            "Ich bin glücklich darüber, dass es sie gegeben hat und stolz darauf, wie sie sich verhalten haben."